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Ismail Ertug
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Lebenslauf ausführlich

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Den Geist offen zu halten, ist mein Motto. Mit dieser Einstellung kann man sich immun machen gegen Vorurteile, mit denen jeder und jede gelegentlich im Leben konfrontiert wird. Meine Biographie zeigt, dass man mit Einsatz, Qualifikation und sozialen Kompetenzen Ziele erreichen kann, die man sich vorher selbst gesteckt hat.


Ich bin am 5. Dezember 1975 als Sohn einer klassischen Gastarbeiterfamilie in Amberg geboren worden. Meine Eltern kamen 1972 aus der westtürkischen Hafenstadt Izmir nach Deutschland, um sich im oberpfälzischen Amberg eine bescheidene Existenz aufzubauen. Wie viele andere hatten auch meine Eltern ursprünglich mit „ein paar“ Jahren Arbeit in Deutschland gerechnet, aber daraus sind nun knapp vierzig Jahre geworden. Diese Tatsache zeigt eindrucksvoll, dass aus den vielen „Gastarbeitern“ mittlerweile Staatsbürger geworden sind, die in Deutschland ihre neue Heimat gefunden haben. Ich bin in einem Amberger Stadtteil namens Luitpoldhöhe groß geworden, die damals viele Industriearbeiter beherbergt hat. Mag sein, dass meine Identifikation mit der Arbeitnehmerschaft und den Idealen der Sozialdemokratie hier ihren Ursprung hat. Nach dem Besuch der Grundschule trat ich 1989 auf die Staatliche Realschule in Amberg über und begann im September 1993 zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann.

 

Nach dem Abschluss dieser Ausbildung begann ich bei der AOK in Amberg eine Tätigkeit als Firmenkundenberater. Nach kurzer Zeit erkannte ich, dass ich der komplizierten Gesundheits- und Sozialpolitik ohne Fachausbildung nicht gewachsen war und entschied mich für eine berufsbegleitende parallele Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten, wodurch mein beruflicher Werdegang eine entscheidende Wende nahm. Im Anschluss an diese Ausbildung begann ich das Studium zum Krankenkassen-Betriebswirt und arbeitete im Vertrieb der AOK in Amberg. Im Jahr 2007 wechselte ich schließlich in die Zentrale für strategische Vertriebsberatung in Nürnberg. Neben der Arbeit engagierte ich mich von 2002 bis 2007 als Personalrat bei der Amberger AOK.


Als Gerhard Schröder 1998 Kanzler wurde und damit die Kohl-Ära beendete, entschied ich mich dafür, aktiv in die Politik einzusteigen. 1999 trat ich der SPD bei und wurde bei der Jugendorganisation der SPD, den Jusos, aktiv. Im Jahr 2002 wurde ich zum Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Amberg Süd-Ost gewählt und kandidierte für den Amberger Stadtrat, dem ich von Januar 2004 bis Ende 2009 angehörte. 2003 wurde ich in den Vorstand der Amberger SPD und im Oktober 2005 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Oberpfalz SPD gewählt. Während meines Stadtratsmandats war ich Verwaltungsratsmitglied im Klinikum St. Marien Amberg und Mitglied des Verkehrsausschusses im Amberger Stadtrat. Ich bin verheiratet und habe eine Tochter.


Meine Nominierung für einen Sitz im EuropäischenParlament durch die Oberpfalz SPD zeigt, dass ich als hier geborener, aufgewachsener und sozialisierter Bürger mit türkischen Wurzeln als Vertreter der Heimatregion in Brüssel verstanden und akzeptiert werde. Ich kann jedem und jeder nur empfehlen sich (Zwischen-)Ziele zu stecken und diese konsequent und voller Motivation anzugehen. Alles ist möglich – geben Sie Gas!


Meine besten Wünsche und Grüße.


Ihr
Ismail Ertug
 

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