Pressebericht

Fast schon im Wahlkampfmodus

Den Namen einer ihrer ganz Großen trägt eine Auszeichnung der Sozialdemokarten für herausragende politische Arbeit an der Basis. Die Willy-Brand-Medaille. Jetzt wurde sie Richard Gaßner ans Revers geheftet.

Der Abend trägt seit jeher einen unscheinbaren Namen - Fischessen. Dennoch markiert er Jahr für Jahr eine wichtige Standortbestimmung des Ortsverbands Haselmühl-Kümmersbruck. So war es auch heuer im Gasthaus Raab, in das Vorsitzender Markus Bayer eingeladen hatte und bei seiner Begrüßung einen vollen Saal vorfand. Darunter auch regionale SPD-Prominenz wie unter anderem der erst kürzlich auf den Schild gehobene SPD-Direktkandidat zur Landtagswahl, Uwe Bergmann.

Er lenkte in seinem Grußwort den Blick auf das aktuelle politische Geschehen. "Wir brauchen neue, junge, frische Gesichter in der SPD, einen Gegenpol zur CSU mit Horst Seehofer und Markus Söder." Genügend gesellschaftspolitisch drängende Probleme gelte es zu lösen, die Rente, kostenfreie Kitas oder Bildung. An die zu Ehrungen anstehenden Ortsverbandsmitglieder richtete er einen Dank, da sie sich viele Jahre für die Partei eingesetzt und in der Gemeindepolitik eingebracht hätten. Schließlich sei die SPD vor 150 Jahren gegründet worden, um das Leben der Leute besser zu machen.

Auch Unterbezirksvorsitzender und Europa Abgeordneter Ismail Ertug ist fast schon im Wahlkampfmodus. "Wir sind im Hinblick auf die Landtagswahl gefordert. So wie immer als Partei, erst Recht nach der Bundestagswahl, die nicht so lief wie erhofft", wandte er sich an die Ortsverbandsmitglieder. "Wir müssen darüber reden, was für uns wichtig ist." Die entsprechenden Inhalte und Ziele möchte Ertug in einem möglichst intensiven Dialog mit der Basis herausarbeiten, um dann einen "besseren, direkteren und konkreteren Wahlkampf" mit ureigensten SPD-Themen machen.

Ehrungen

10 Jahre: Hans Hartinger (Gemeinderat seit 2008) und Armin Donhauser.

25 Jahre: Thomas Meißner und Ingrid Käsewieter.

40 Jahre: Josef Pirzer, Josef Breitkopf (Gemeinderat von 1990 bis 2010), Meiler Christel (Gemeinderat von 1997 bis 2014), Richard Gaßner, Anna Neumüller, Karl Roßmann, Reinhold Wagner, Berta Wagner, Georg Grabinger und Willi Tröster

50 Jahre: Gunda Donhauser und Joachim Thiel. (exb)

Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Altbürgermeister Richard Gaßner. Er wurde mit der Willy-Brandt-Medaille samt Ehrenbrief der SPD bedacht, überreicht von Ortsvorsitzendem Markus Bayer. Laut seiner Laudatio war Gaßner von 1985 bis 1992 Ortsvorsitzender und wurde 1990 zum Bürgermeister von Kümmersbruck gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2014 inne. Seit 1983 ist der Geehrte Mitglied im Kreisvorstand, seit 1995 ebenso im Bezirksvorstand. Mitglied des Bezirkstags ist Gaßner seit 1998. Von 2008 bis 2014 bekleidete er zudem das Amt des stellvertretenden Landrats.

Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl hob hervor, dass unter Gaßners Amtszeit als Bürgermeister sich Kümmersbruck rasant entwickelt habe. Innerhalb von zehn Jahren sei die Einwohnerzahl um 28 Prozent gestiegen. Die herausfordernde Aufgabe sei deshalb gewesen, die Infrastruktur wie Straßenbau, Sanierung des Schulzentrums, der Kindergärten und des Seniorenheims vorangetrieben. 1992 begründete Gaßner zudem die Partnerschaft mit der Gemeinde Holysov in Tschechien. (exb)

 

Quelle: www.onetz.de am 26.11.17

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