Pressebericht

Franz Mädler findet deutliche Worte

Der Bürgermeister von Ursensollen nutzte den Neujahrsempfang für einen Appell. Er fordert mehr Respekt und Nächstenliebe.

Ursensollen. Für die Zukunft unsere Enkelkinder, für mehr Respekt und Nächstenliebe – Bürgermeister Franz Mädler richtete am Neujahrsempfang der Gemeinde Ursensollen eindrückliche Worte an die geladenen Gäste, verteilte aber auch viel Dank und Lob an alle Ehrenamtlichen. MdEP Ismail Ertug, MdB Alois Karl sowie MdL Tobias Gotthardt nutzen die Gelegenheit, um auf die Wichtigkeit der Europawahl im Mai aufmerksam zu machen. Worte eines ganz besonderen Gastredners hinterließen ein überraschtes und beeindrucktes Publikum.

Über 300 geladene Gäste fanden den Weg in das Kultur-und Begegnungszentrum kubus nach Ursensollen. Musikalisch sorgte das Volksmusikensemble des Gregor-Mendel-Gymnasiums Amberg unter der Leitung von Andreas Billner für auflockernde Momente. Gleich zu Beginn bedankte sich Bürgermeister Mädler, auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen Norbert Schmid und Josef Schmaußer, bei den vielen Ehrenamtlichen. Viel zu oft halte man es für selbstverständlich. Ihnen sei dieser Empfang gewidmet, als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung.

Sonderlob für die Feuerwehren

Besonders heraus stellte er die Arbeit der sechs Gemeinde-Feuerwehren, durch deren Mut, Einsatz und Können oft Hilfe in Not geleistet werden konnten. Stellvertretend für alle aktiven Kammeraden überreichte er den sechs Kommandanten der Ursensollener Wehren jeweils ein von den drei Bürgermeistern signiertes Gemeindebuch. Auch Kreisbandrat Fredi Weiß dankte ihnen für ihre vorbildliche Arbeit.

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Nachbarschaftshilfe erhielten die Koordinatorinnen Marion Graml und Anna Rautenberg einen Blumenstrauß sowie ebenfalls ein signiertes Gemeindebuch. Den Kameraden der Feuerwehr Haselmühl, Michael Weber, Michael Reindl und Rudi Schüller, die das ausgediente Ursensollener Feuerwehrauto auf die griechische Halbinsel Athos überführten, wurde für Ihren Einsatz gedankt.

„Die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde ist die wichtigste Aufgabe von uns Bürgermeistern und Gemeinderäten. Aber auch den Kreisräten Michael Rischke und Albert Geitner danke ich für ihre vorbildliche Arbeit.“

Besonders heraus stellte Mädler das Thema Umwelt und die Auswahl als Modellgemeinde in Sachen Biodiversität. Als eine von zehn der über 2000 bayerischen Gemeinden arbeite Ursensollen in den nächsten Jahren verstärkt an Konzepten und deren Umsetzung. Der Glasfaserausbau schreite voran. Bis Ende Januar sollen laut Aussage der Telekom die Orte Hausen, Heimhof, Ober- und Unterleinsiedl, Haag und Thonhausen mit schnellem Internet versorgt werden. Für den zweiten Teil fanden die Vertragsunterzeichnungen statt, wo Mädler auf ein schnelles Handeln hinwirkte, trotz beschränkter Ressourcen seitens der Telekom.

Der Bürgermeister fand aber auch deutliche Worte. Fehlender Respekt der Politiker im Umgang miteinander, Beleidigungen und Beschimpfungen seien oft an der Tagesordnung, die Lösung von Problemen gerate in den Hintergrund. „Ich habe Angst um die Zukunft unserer Demokratie, um die Zukunft unserer Kinder und Enkel in einem sich wieder auseinanderdividierenden Europa“, so Mädler.

Kritik in Sachen Mobilfunk

Er nutzte die Anwesenheit von Ismail Ertug, um auf die bevorstehende Wahl aufmerksam zu machen. „Überlassen wir die Wahl nicht den Hetzern und Lügnern, den Gegnern Europas, die sich teilweise schon jetzt wie Wölfe im Schafspelz im EU-Parlament eingenistet haben.“ Auch zur Vorgehensweise der Regierung in Sachen Mobilfunkversorgung fand er ernste Worte: Die Verantwortung auf die Kommunen abzuschieben sei unprofessionell, die Nachfolgekosten sehr hoch, so das Gemeindeoberhaupt. Er forderte von der Bayerischen Staatsregierung eine professionelle Lösung.

 

Quelle: www.mittelbayerische.de am 11.01.2019

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