Pressebericht

Jung und weiblich

Gemäß des Reißverschlussprinzips zieht die SPD mit einer paritätischen Liste in den Wahlkampf zur Europawahl 2019. Spitzenkandidatin ist Bundesjustizministerin Katarina Barley. Auch die stellvertretende Juso-Vorsitzende Delara Burkhardt landete auf einem aussichtsreichen Platz.

Die SPD wählte Barley auf ihrer Europadelegiertenkonferenz am Sonntag in Berlin erwartungsgemäß auf Platz 1. Co-Spitzenkandidat wurde Udo Bullmann, der bereits seit 1999 im EU-Parlament sitzt und dort seit März 2018 Vorsitzender der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten ist. SPD-Chefin Andrea Nahles begrüßte die Wahlergebnisse für Barley und Bullmann als „sehr starken Rückhalt“ für das Spitzenduo. Sie sprach von einer bevorstehenden „Schicksalswahl“, da Rechtspopulist*innen „Europa zerstören“ wollten. Auch müsse die SPD dafür sorgen, dass Arm und Reich in Europa „nicht immer weiter auseinanderdriften“. Der gemeinsame Kandidat der europäischen Sozialdemokrat*innen ist der Niederländer Frans Timmermans, aktuell Vizechef der EU-Kommission.

Für Diskussionen sorgte der vermutete Plan der Bundes-SPD, die aussichtsreichen Plätze teilweise entgegen der Vorschläge der Landesverbände verstärkt mit jüngeren Kandidat*innen zu besetzen. Politischen Beobachter*innen zufolge ist dies auf einen gestiegenen Einfluss der Jusos zurückzuführen. So war die ehemalige baden-württembergische Generalsekretärin Luisa Boos (33) vom Vorstand ihres Landesverbandes für Listenplatz 25 nominiert worden, fand sich jedoch anschließend auf Platz 15 wieder. Für sie war die ursprünglich auf Platz 15 gesetzte stellvertretende EU-Parlamentspräsidentin Evelyne Gebhardt auf Platz 25 zurückgestuft worden. Nach heftigen Protesten des baden-württembergischen Landesverbandes verzichtete Boos jedoch auf eine Kampfkandidatur und überließ Gebhardt ihren Listenplatz. Aussichtsreich platziert wurde hingegen die stellvertretende Juso-Vorsitzende Delara Burkhardt aus Schleswig-Holstein (Platz 5). Auch Maria Noichl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), dürfte auf Platz 3 liegend der Wiedereinzug ins Parlament gelingen.

Die komplette Liste der SPD für die Europawahl 2019:

1. Katarina Barley
2. Udo Bullmann
3. Maria Noichl
4. Jens Geier
5. Delara Burkhardt
6. Bernd Lange
7. Birgit Sippel
8. Prof. Dr. Dietmar Köster
9. Gabriele Bischoff
10. Ismail Ertug

11. Constanze Krehl
12. Tiemo Wölken
13. Petra Kammerevert
14. Norbert Neuser
15. Evelyne Gebhardt
16. Dr. Joachim Schuster
17. Martina Werner
18. Knut Fleckenstein
19. Iris Hoffmann
20. Josef Leinen
21. Kirsten Eink
22. Simon Vaut
23. Kerstin Westphal
24. Arne Lietz
25. Luisa Boos
26. Peter Simon
27. Dr. Babette Winter
28. Arndt Kohn
29. Dr. Cornelia Ott
30. Enrico Kreft
31. Vivien Costanzo
32. Matthias Dornhuber
33. Corinne Herbst
34. Francescantonio Garippo
35. Claudia Walther

 

Quelle: www.zwd.de am 10.12.2018

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