Pressebericht

Menschenwürde geht jeden an

Das Thema Menschenwürde rückt die Woche gegen Rassismus in den Mittelpunkt. Veranstalter aus der Region warten dazu mit elf Angeboten auf – sie bieten viele Informationen, vor allem aber Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft.

„Wir haben wieder ein gutes Programm zusammengestellt“, sagte Carsten Jakimowicz, Stadt- und Kreisbeauftragter des Malteser-Hilfsdienstes, über die bereits am Donnerstag, 14. März, mit einem „Argumentationstraining gegen rechts“ beginnenden Woche gegen Rassismus. Angesichts der aktuellen politischen, sozialen und gesellschaftlichen Lage sei es wichtig, Akzente zu setzen.

Rassismus und Nationalismus könnten überwunden werden, „aber wir müssen alle etwas dafür tun“, betonte Astrid Knab, Integrationslotsin beim Malteser-Hilfsdienst. Auch das für die Aktionswoche gewählte Motto „Europa wahrt die Menschenrechte“ gehe alle an. Auf die verschiedenen Zielgruppen, die mit den Veranstaltungen angesprochen werden, verwies Tobias Berz, Geschäftsführer des Bündnisses für Migration und Integration. „Wir haben auch viele Angebote für junge Leute dabei.“ Berz sprach das vom Stadtjugendring organisierte Argumentationstraining gegen rechte Parolen (Donnerstag, 14. März, 18 Uhr, im Jugendzentrum Klärwerk) an. Mit mehreren Veranstaltungen beteiligt sich der Malteser- Hilfsdienst. Zum einen mit einem Trommelworkshop am Samstag, 16. März, um 17 Uhr im Pfarrheim Heilige Familie. „Musik und Rhythmus schaffen Begegnungen“, gab Knab als Ziel aus. Ein weiteres Angebot ist ein internationaler Kochtreff am Freitag, 29. März, um 17 Uhr im Pfarrheim Heilige Familie. Der Kochtreff hat sich laut Knab bestens etabliert. „Er bringt Menschen verschiedener Kulturen zusammen.“

Auch Polizei macht mit

Knab verwies zudem auf das Begegnungscafé mit Workshop „Erlebniswelt der extremen Rechten“ in Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendarbeit (Mittwoch, 27. März, 18.30 Uhr, im Jugendzentrum Klärwerk) und auf den Vortrag „Migration und Kultur – die Gesellschaft ändert sich“ von Erstem Polizeihauptkommissar Peter Klinger von der Polizeiinspektion Amberg (Dienstag, 2. April, 18.30 Uhr, in der Geschäftsstelle des Malteser-Hilfsdienstes). Mit der interkulturellen Filmnacht (Samstag, 30. März, 18.30 Uhr, Ringtheater), die bereits zum vierten Mal stattfinden wird, bringt sich der CJDJugendmigrationsdienst in Sulzbach- Rosenberg bei der Aktionswoche ein. Wie Andrea Rauch erklärte, werden zwei Filme („Auf der Seite der Braut“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“) gezeigt, in der Pause gibt es ein Büfett mit „Fingerfood aus aller Herren Länder“.

Soziale Netzwerke

Viele Diskussionen in sozialen Netzwerken, aber auch Missverständnisse, die zum Teil absichtlich gestreut worden seien, habe es Ende 2018 zum UN-Migrationspakt gegeben, so Sylvia Benjamin von der Caritas. Deshalb wird Europaabgeordneter Ismail Ertug im Vortrag „Fakten statt Fake News“ über den tatsächlichen Inhalt des UN-Migrationspakts referieren (Freitag, 29. März, 18 Uhr, Caritas- Sozialzentrum).

Mit Rassismus befassen sich auch zwei Ausstellungen mit Büchern und Medien in den Stadtbibliotheken Amberg und Sulzbach-Rosenberg, informierte Christina Gerl, Bildungskoordinatorin der Stadt Amberg. Teilweise sind die Veranstaltungen gratis, teilweise wird eine Gebühr verlangt. „Wenn ein Teilnehmerbeitrag erhoben wird, haben wir versucht, diesen moderat zu halten“, sagt Jakimowicz. Einige der Angebote würden durch Fördermittel unterstützt.

 

Quelle: AZ vom 12.03.2019

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