Pressemitteilung

Schluss mit dem weitflächigen Gebrauch giftiger Pestizide

Efsa bestätigt Gefahr für Bienen durch neonicotinoidhaltige Pestizide

„Vor dem Hintergrund des massenhaften Sterbens von Bienen und anderen Insektenarten sollten längst alle Alarmglocken in den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten schrillen: Künstliche Bestäubung von Nutzpflanzen ist kein Schreckensbild der Zukunft. Sie findet beispielsweise bereits in China Anwendung. So weit darf es in der EU nicht kommen! Insofern ist ein Verbot der entsprechenden Pestizide ein wichtiger Meilenstein zur Sicherung der Artenvielfalt im Allgemeinen und des Bienenbestandes im Speziellen. Auf längere Sicht muss die Landwirtschaft in der EU nachhaltiger gestaltet werden", hält der Europaabgeordnete Ismail Ertug aus Amberg fest.

Nach der Veröffentlichung einer Risikobewertung zu Neonicotinoiden der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (Efsa) fordert Ertugs Kollegin Maria Noichl, SPD-Europaabgeordnete für Oberbayern und Schwaben, sofortige Maßnahmen gegen die in Pestiziden enthaltenen Stoffe. Die Efsa hat am Mittwoch, 28. Februar, einen Bericht veröffentlicht, wonach die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam höchst schädlich für Bienen und andere Bestäuber sind.

„Neonicotinoide gehören nicht auf Acker und Pflanze. Die Risikobewertung der Efsa hat die bisher bekannten Studien ein weiteres Mal bestätigt. Neonicotinoide sind höchst schädlich für Bestäuber und tragen zum Bienensterben bei. Die Mitgliedstaaten haben jetzt keine Ausrede mehr und müssen die Anwendung von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft verbieten. Dafür hat die Europäische Kommission nun einen klaren Handlungsauftrag“, so die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl.

Die Risikobewertung der Efsa wird nun der Europäischen Kommission vorgelegt, die auf ihrer Grundlage den Mitgliedstaaten einen neuen Vorschlag hinsichtlich eines potenziellen Verbots von Neonicotinoiden machen kann.

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