Pressebericht

Ein Blick auf die neue Isar

Treffen mit Fischerei- und Naturschutzverband

Dingolfing-Landau. "Damit kommt wieder mehr Leben in und an die Isar im Bereich von Landau", darin waren sich die Vertreter von Fischerei- und Naturschutzverbänden einig. Diese trafen sich am vergangenen Freitag auf Einladung von SPD-Kreisvorsitzenden Bernd Vilsmeier.

Europaabgeordneter Ismail Ertug, der Bezirksgeschäftsführer des Fischereiverbandes Niederbayern Jörg Kuhn, Dipl.-Biol. Christian Stierstorfer von der Bezirksgeschäftsstelle das Landesbundes für Vogelschutz (LBV), LBV-Kreisvorsitzender Joachim Aschenbrenner, Peter Hirmer vom Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) Dingolfing-Landau, Landauer BN-Vorsitzender Franz Meindl, Moritz Schneider von Fridays-for-Future Landau diskutieren die Maßnahmen im Rahmen des EU-Förderprogramms LIFE-Natur-Projekts "Flusserlebnis Isar" im Bereich von Landau.

Um all die ökologischen Defizite zu mildern und der Isar ein Stück ihres ursprünglichen Gesichtes zurückzugeben, hat der Freistaat Bayern bei der Europäischen Union ein so genanntes LIFE-Naturprojekt beantragt. Die Kosten dafür betragen von Loiching bis Ettling etwa 6,36 Millionen Euro. Etwa 60 Prozent der Gesamtkosten werden als EU-Fördermittel bereitgestellt.

Für das LIFE-Projekt wurden am Isar-Unterlauf zwischen Loiching und Ettling sieben Teilgebiete ausgewählt, die als "Trittsteine" zukünftig das ökologische Rückgrat der Flusslandschaft bilden sollen. Zusammen erreichen sie eine Fläche von 700 Hektar. Die Maßnahmen dienen in erster Linie dazu, die Isar selbst und ihre Auen als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten ökologisch aufzuwerten.

Die Flusslandschaft wird attraktiver, der Fluss wird wieder freier zugänglich und so mit allen Sinnen erlebbar.

Quelle: pnp.de vom 10.02.2020

Die Teilnehmer waren sich alle einig, dass diese Maßnahmen für den Lebensraum Isar ein großer Gewinn sein werden. Nur die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zieht sich und damit die mangelnde Durchgängigkeit und der dadurch geringen Geschiebedynamik der Isar durch die Kette an Staustufen.

Auch lobten die Naturschutz- und Fischerverbände die sehr gute Beteiligung am gesamten Projekt. Trotz aller lobenden Worte für das Gesamtprojekt waren doch Konfliktlinien zwischen den Vogelschützern und der Fischerei sichtbar, die noch eingehendere Diskussionen der Fachleute beider Seiten erfordert.

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