Pressebericht

Ende nach 21 Jahren an der Spitze der Oberpfalz-SPD: Schindlers Erinnerungen

Nach 21 Jahren tritt Franz Schindler als Vorsitzender der Oberpfälzer SPD ab. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erzählt er über die Anfänge mit Kanzler Gerhard Schröder und blickt für die Genossen in die Zukunft - mit viel Optimismus.

An der Spitze der Oberpfälzer SPD steht ein Wechsel an: Franz Schindler verabschiedet sich nach 21 Jahren als Bezirksvorsitzender. Ihm soll ein Zweier-Gespann aus Ismail Ertug und Carolin Wagner nachfolgen. Eigentlich hätten die Neuwahlen bereits beim jüngsten Parteitag der Oberpfälzer SPD am Samstag über die Bühne gehen sollen. Doch Corona sorgte dafür, dass das Treffen nur virtuell und ohne Neuwahlen stattfand. Als neuer Termin für die Wahl ist der 29. Januar 2022 ins Auge gefasst. Schindlers Amtszeit wird damit noch einmal um zwei Monate verlängert.

21 Jahre lang war das Schwandorfer SPD-Urgestein Bezirksvorsitzender der Genossen - und erlebte Höhen und Tiefen. Zu dem Amt kam er im Jahr 2000 einigermaßen überraschend, weil sein Vorgänger Albert Schmid Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg wurde und den SPD-Bezirksvorsitz vorzeitig abgab. So sei er als "langhaariger kleiner Abgeordneter" in große Fußstapfen getreten. Nicht jeder habe ihm das zugetraut, erzählt Schindler.

[...]

 

Neben Wagner will künftig Europa-Abgeordneter Ismail Ertug die Oberpfälzer SPD anführen. "Ich traue mir das Amt zu", sagt der 45-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Er sei bereits 16 Jahre lang stellvertretender Bezirksvorsitzender und in der SPD gut vernetzt.

Ertug kein Wochenende in Brüssel

Politisch ist es ihm wichtig, zwischen Bundes- und Europaebene Synergien zu heben, denn: "Europa kam in der Vergangenheit zu selten vor." Das müsse sich ändern, denn in Brüssel würden große Zukunftsthemen wie Umwelt oder Migration entschieden. Die Frage, ob er als Europa-Abgeordneter zu weit entfernt von der Oberpfalz sein könnte, verneint Ertug entschieden. "Die Oberpfalz ist meine Heimat, ich habe noch kein einziges Wochenende in Brüssel verbracht." Entscheidend sei es, die "große Politik" auf die Oberpfalz umzumünzen. So müsse gerade in der exportorientierten Oberpfalz mit ihren vielen Automobilzulieferern das Augenmerk darauf liegen, die Wirtschaft so zu transformieren, dass Unternehmen und Arbeitnehmer in diesem Prozess mitgenommen werden.

Im Falle seiner Wahl freue er sich darüber, in einem jungen Führungsteam mit Carolin Wagner zusammenzuarbeiten, sagt Ertug. Der Oberpfälzer SPD-Bezirksverband sei in der Vergangenheit stets kritisch, aber auch loyal gewesen - so solle es auch bleiben. Wichtig sei es, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und die jungen Mitglieder mitzunehmen. "Wir wollen richtig Gas geben."

 

 

Amberger Zeitung vom 03.12.2021

Alle Presseberichte
Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Sie wollen über aktuelle europäische Themen und meine parlamentarische Arbeit regelmäßig informiert werden? 

Hier können Sie sich für meinen monatlichen Newsletter anmelden. 

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.