Pressebericht

Kommunalwahl prägt Aschermittwoch

Im Landkreis Regensburg setzten die Politiker statt Säbelrasseln auf Inhalte. Spitzen gegen die Gegner waren selten. Von Andrea Leopold, Daniel Steffen und Josef Eder

Am Aschermittwoch liefern sich Politiker diverser Parteien traditionellerweise einen Schlagabtausch. Rund drei Wochen vor der Kommunalwahl traten die Spitzenpolitiker im Landkreis Regensburg ans Rednerpult, um ihre Parteifreunde auf die heiße Phase des Wahlkampfes einzustimmen (...).

Der Pfeffer stand zwar auf den Tischen, aber auf gepfefferte Reden verzichteten die Genossen des SPD-Unterbezirks Regensburg weitgehend. Die Redner des Politischen Aschermittwochs im Gasthaus Krieger in Mariaort gingen es lieber sachlich an und antworteten zu Themen, die ihnen bei einer Diskussionsrunde vorgegeben wurden.

Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landratskandidat Reinhard Peter und der Europa-Abgeordnete Ismail Ertug nahmen zu Fragen rund um die Bereiche Verkehr, Landwirtschaft und Arbeit Stellung, während es sich die rund 150 versammelten Gäste aus den SPD-Ortsvereinen bei diversen Fischspezialitäten gut gehen ließen.

Maltz-Schwarzfischer will sich für Busfahrer einsetzen

Die rote Handschrift war aus den Antworten schnell zu lesen: So plädierte Reinhard Peter auf „Tariftreue“ im Öffentlichen Personennahverkehr, während Gertrud Maltz-Schwarzfischer davon sprach, nun die Busfahrer „in einen besseren Tarif zu führen“. Bei den städtischen Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen, so stellte die Bürgermeisterin fest, herrsche seit den tariflichen Verbesserungen eine „geringere Fluktuation“.

Im Sinne der Arbeiter äußerte sich auch Ismail Ertug, der forderte, dass eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden in keinem Land der EU überschritten werden dürfe. Seitenhiebe auf die Mitbewerber im Kommunalwahlkampf, wie beim Politischen Aschermittwoch üblich, suchte man vergeblich. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer ließ allerdings anklingen, dass sie als Oberbürgermeisterin einer Fortführung der bunten Koalition den Vorzug geben würde.

Koch: Hamburg-Wahl ist Motivationsspritze für bayerische SPD

Zum Abschluss gab sich Sebastian Koch, Bürgermeister von Wenzenbach und SPD-Unterbezirksvorsitzender, zumindest etwas kämpferisch: Die Hamburger Wahlergebnisse deutete er als „Motivationsspritze“ für die Bayern-SPD. Es brauche die Sozialdemokratie für die Steuergerechtigkeit und eine SPD, die den „Wert der Arbeit sichert“. Spätestens das „schwarz-gelb-braune Trauerspiel“ bei der Landtagswahl in Thüringen habe gezeigt, dass auf „die so genannte politische Mitte kein Verlass“ sei (...)

Quelle: mittelbayerische.de vom 28. Februar 2020

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