Pressebericht

"Natur- und Kulturgut" Donau

Europaabgeordneter Ismail Ertug unterstützt SPD-Kandidaten im Wahlkampf

Stephansposching. "Seit damals schaut mich die Lobby der Binnenwirtschaft nicht mehr an", sagt Ismail Ertug (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments, während er sich am Donauufer mit Parteigenossen aus Stephansposching unterhält. Im Zuge seiner gestrigen Niederbayern-Tour machte er an der Fährstelle sowie am Polder bei Bergham einen Halt, um die örtlichen Kandidaten für die Kommunalwahlen zu unterstützen und sich Rückmeldung von der Basis zu holen. Dabei machte er deutlich, dass seiner Meinung nach wirtschaftliche Interessen nicht immer an oberster Stelle stehen dürfen.
Während Thomas Müller, SPD-Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl in Stephansposching, auf die Donaufähre, die Diskussionen rund um den Polder und baurechtliche Auswirkungen auf hiesige Bürger einging, nannte Ertug die Donau eine "Perle". Sie sei Natur- und Kulturgut. Diese Einzigartigkeit sollte man nicht riskieren, sagte der SPD-Politiker. Die Binnenschifffahrt sei zwar als Alternative zum Schwerverkehr auf den Straßen zu fördern – aber mit Maß. Diese Ansicht ist wohl der Grund dafür, weshalb Ertug bei den Lobbyisten der Binnenwirtschaft nicht gerade der beliebteste Politiker ist. Er pochte darauf, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden. Der Europaabgeordnete lobte außerdem das Engagement derjenigen, die sich trotz der "schwierigsten Zeit der SPD" für die Partei engagieren.
Müller fordert Solidarität von allen AnrainernDass auf allen Ebenen versucht werde, Frauen und Männer in gleicher Anzahl auf die Listen zu setzen, erachtete er als ebenso wichtig. "Das gehört sich so."
Müller betonte, dass die Stephansposchinger mit diesem gesteuerten Polder, der 21 Millionen Kubikmeter Wasser fassen kann, Solidarität mit den weiteren Donau-Anrainern zeigten. Diese Solidarität forderte er auch von allen anderen Donaukommunen und kritisierte dabei die Vorgehensweise in Regensburg.

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