Pressebericht

Rohrwerk Maxhütte streckt die Fühler nach Brüssel aus

Für ihr Konzept eines "grünen Rohrwerks" hoffen Unternehmensleitung und Betriebsrat auf Verbündete aus der Politik. Dabei bietet sich ihnen ein "Türöffner" auf europäischer Ebene an.

"Die Politik muss mithelfen, um aus der Insolvenz herauszukommen und neue Investoren für das Rohrwerk Maxhütte anzulocken", fordern Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König und Geschäftsführer Thomas Forster. Ihren Wunsch nach Schützenhilfe in Brüssel trugen sie dem Amberger Europaabgeordneten der SPD, Ismail Ertug, vor. Seinen Besuch hatte der SPD-Kreisvorsitzende Uwe Bergmann vermittelt.

Ertug ist seit 2009 Mitglied im Verkehrsausschuss des Europaparlaments und bearbeitet Infrastruktur- und Industriethemen. Derzeit beteilige er sich am Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, berichtete er. Die Energiefrage besitze entscheidende Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. Nicht nur die Abhängigkeit von russischen Energiequellen müsse reduziert werden, dies gelte auch für Produkte aus China. "Durch den Aufbau einer Wasserstoffindustrie bedarf es vieler Produkte aus dem Stahlsektor. In diesem Bereich kann das Rohrwerk Maxhütte neue Märkte erschließen", meinte er und bot an, Türen bei der EU-Kommission und dem europäischen Wasserstoffnetzwerk zu öffnen.

Forster und König erläuterten, dass bis zur nächsten Sitzung des Gläubigerausschusses am 9. Mai möglicherweise ein neuer Investor präsentiert werden könnte, der das Konzept des "grünen Rohrwerks" mittrage. Die Belegschaft stehe dahinter. Mit der Energie eines Solarparks zwischen Hahnbach und Sulzbach-Rosenberg könne eine induktive Erwärmung des Rohmaterials erreicht werden, sodass man in Zukunft kein Gas mehr benötige.

Uwe Bergmann unterstrich, dass das Rohrwerk Maxhütte mit seinen Beschäftigten eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Herzogstadt und die gesamte Region habe: "30 Auszubildende zeugen davon, dass das Rohrwerk ein gefragter Ausbildungsbetrieb ist."

 

Oberpfalz Echo vom 03.05.2022

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