Pressebericht

Schnaittenbacher SPD feiert 100-jähriges Bestehen

Fast genau ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde am 30. November 1919 der SPD-Ortsverein Schnaittenbach gegründet. Das 100-jährige Bestehen begehen die Mitglieder mit einem Festabend im Vitusheim.

Höhepunkte der gut besuchten Veranstaltung, die von der Gruppe Buchbergecho musikalisch gestaltet wurde, waren die Festrede des Europaabgeordneten Ismail Ertug, die Ehrung langjähriger Mitglieder und der Rückblick des Ortsvereinsvorsitzenden Daniel Hutzler auf die Ortsvereinsgeschichte.

Wie Daniel Hutzler in seiner Rückschau schilderte, gründeten einige mutige Männer und Frauen im Gasthof Zum Schwane, dem heutigen Gasthaus Haas, den SPD-Ortsverein und wählten Josef Weigert zum Vorsitzenden. Dass er selbst, so Hutzler, erst der zehnte Ortsvorsitzende ist, zeige, "dass dieses Amt mit einer gewissen Haltbarkeitsdauer auszufüllen ist". Aus dem Ortsverein seien mit Josef Bergmann und Karl Färber zwei Erste Bürgermeister, mit Reinhold Strobl ein Bundes- und Landtagsabgeordneter und mit ihm sowie aktuell Uwe Bergmann zwei SPD-Kreisvorsitzende hervorgegangen seien. Heute zähle der Ortsverein 104 Mitglieder, womit er einer der mitgliederstärksten Ortsvereine im Landkreis sei. Außerdem habe man eine große AsF-Gruppe um Ute Pirke und eine aktive Juso-Gruppe um Sarah Dobmeier. Derzeit stelle der Ortsverein fünf Stadträte und mit Uwe Bergmann den Zweiten Bürgermeister. Man werde alles tun, damit mit Bergmann ab dem 1. Mai 2020 der Erste Bürgermeister ein SPDler sei. Viele Vereinsvorstände kämen aus den Reihen der SPD: „Die SPD wird in Schnaittenbach definitiv gebraucht.“

Europaabgeordneter Ismail Ertug brach in seiner Festrede eine Lanze für Europa, das für Demokratie und Menschenrechte stehe und Wohlstands- und Friedensgarant sei. Europa brauche aber neue Ideen, müsse demokratischer und sozialer, also sozialdemokratischer werden. Die SPD wolle der Idee der Nachhaltigkeit zum Erfolg verhelfen, in der wirtschaftliche Sicherheit und ökologische Verantwortung zusammengebracht werden. 150 Jahre deutsche Sozialdemokratie lehrten, dass Fortschritt und ein besseres Leben für alle möglich seien.

100 Jahre SPD in Schnaittenbach schaffe man nicht ohne festes Fundament, sagte Ertug. Die SPD habe dem Auf und Ab der Geschichte trotzen können, weil man immer das gemeinsame Ziel verfolgt habe, die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu verwirklichen: „Sie sind unser schlagendes Herz.“ Noch nie hätten Europa und Deutschland die Sozialdemokratie mit ihren Grundwerten dringender gebraucht als jetzt. Es sei ein Widerspruch, dass man in Europa noch nie so lange friedlich geeint gelebt habe, aber politische Kräfte von rechts außen die Gesellschaft sozial und kulturell spalten wollten. Unverständlich sei auch, dass viele den Untergang Europas herbeiredeten, obwohl es seit Jahrzehnten Frieden, Freiheit und Wohlstand schaffe.

Uwe Bergmann legte die Gründe für seine Bürgermeisterkandidatur dar. Motiviert hätten ihn die konstruktive Arbeit des Ortsvereins und der Stadtratsfraktion und vor allem der große Zuspruch aus der Bevölkerung. Wolle man etwas bewegen, müsse man kandidieren. Stadtrat Reinhold Strobl, der über 20 Jahre Vorsitzender des Ortsvereins war, wünschte sich für Schnaittenbach einen Bürgermeister, der den Bürgern zuhöre und bereit sei, neues aufzugreifen, ohne Bewährtes aufzugeben. Als Geburtstagsgeschenk gibt es im nächsten Jahr eine Baumpflanzung. Bezirksrat Richard Gaßner und Landratskandidat Michael Rischke unterstrichen in ihren Grußworten den hohen Stellenwert des Schnaittenbacher SPD-Ortsvereins im Kreisverband.

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Quelle: ONetz.de vom 15.01.2020

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