Pressebericht

SPD befasst sich im Landkreis Schwandorf mit "Mobilität der Zukunft"

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Udo Schiefner (SPD), sprach bei einer Veranstaltung der SPD-Abgeordneten Marianne Schieder bei einer Veranstaltung in Mappach (Markt Bruck) zum Thema "Mobilität der Zukunft". Debatten zur Verkehrswende, so Schieder in einer Pressemitteilung, orientierten sich oft an der Situation in den Metropolen. Die ländlichen Räume dürften hier allerdings nicht auf der Strecke bleiben. Schieder berichtete überdies von den Terminen, die sie mit Schiefner im Wahlkreis Schwandorf-Cham wahrgenommen habe: In Schwandorf beispielsweise habe sie Udo Schiefner (MdB aus Kempen, Nordrhein-Westfalen) die Situation am Bahnhof gezeigt: "Hier muss endlich die Barrierefreiheit angegangen werden", forderte Schieder.

Das Wichtigste für eine gelungene Verkehrswende ist laut Schiefner der ganzheitliche Ansatz: "Wir müssen Mobilität in seiner Gänze erfassen und daraus die Konzepte der Zukunft entwickeln", konstatierte er. Es gehe um ein vernünftiges und zielführendes Nebeneinander von Bus, Bahn und Individualverkehr. Es brauche "On-demand-Systeme", also ÖPNV auf Bestellung oder S-Bahn-ähnliche Anbindungen, "wo immer es geht." Auch Schiefner, der selbst noch in der Kommunalpolitik aktiv ist, ist der ländliche Raum wichtig: "Der beste ÖPNV hilft nichts, wenn der Bus im Ort nicht hält", meinte er. In diesem Zusammenhang sei auch das sog "9-Euro-Ticket für 90 Tage" zu beurteilen. Es sei ein Erfolg, dass viele Menschen die Möglichkeiten mit Bus und Bahn neu entdeckt hätten. Gleichzeitig habe es gezeigt, dass der ÖPNV insbesondere in die Metropolregionen funktioniere.

Dennoch seien auch die Schwächen sichtbar geworden: "Die Bahninfrastruktur hat sich in den vergangenen 15 Jahren verschlechtert", so Schiefner, daher sei die Bahn nun am Zug und müsse investieren. Er warnte vor "Schnellschüssen": Die SPD wolle ein vernünftiges und nachhaltiges Konzept, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden müsse. Weiterhin gehe es darum, den Umstieg auf E-Mobilität mit Ehrgeiz anzugehen und die Dekarbonisierung voranzubringen. Gerade die neue Ampelregierung habe sich hier vieles vorgenommen. Leider hätten die Verkehrsminister der CSU in den vergangenen Jahren viel zu wenig dafür getan.

MdEP Ismail Ertug lieferte in seinem Beitrag die europäische Sicht: Verkehrspolitik mache nicht vor Staatsgrenzen Halt, sondern müsse von Stockholm bis Sevilla gedacht werden. Umso wichtiger sei es gerade vor Ort, die Weichen richtig zu stellen. Deutliche Kritik übte Ertug an der CSU: "Die CSU hängt Bayern ab", so sein Urteil. So scheitere der dringend notwendige Brenner-Basistunnel eindeutig an der jahrelangen Blockadehaltung der Staatsregierung. Auch der Umgang mit der Kostensteigerung bei der S-Bahn-Stammstrecke in München zeige, dass die CSU mit großen Infrastrukturprojekten inzwischen schlicht überfordert sei.

 

Onetz.de vom 11.08.2022

Alle Presseberichte
Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Sie wollen über aktuelle europäische Themen und meine parlamentarische Arbeit regelmäßig informiert werden? 

Hier können Sie sich für meinen monatlichen Newsletter anmelden. 

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.