Pressemitteilung

"Niemanden im Stich lassen"

LKW-Fahrer in der Corona-Krise - Offener Brief von Ismail Ertug, MdEP & Frank Moreels, Transportarbeiter-Dachverband

Aufgrund der in der Corona-Krise besonders prekären Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Logistikbranche richten sich Ismail Ertug, Vizepräsident der S&D-Fraktion und Frank Moreels, Präsident der Europäischen Transportarbeiter-Föderation in einem in mehreren Sprachen verfassten offenen Brief an die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten.

"In dieser Krise muss die Europäische Union unter Beweis zu stellen, dass sie kein reines Wirschaftsprojekt ist. Beschäftigte im Verkehrssektor haben bisher vor allem die negativen Aspekte des europäischen Binnenmarktes kennengelernt. Briefkastenfirmen, prekäre Verträge, sich verschlechternde Arbeitsbedingungen und Löhne – das ist seit Jahren Realität. Die COVID-19 Pandemie hat diese fragwürdigen Praktiken noch verschärft und die ohnehin schon prekäre Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter verschlechtert: Gesundheitsrisiken, Unsicherheit über den Erhalt des Arbeitsplatzes oder darüber, ob sie Anspruch auf soziale Sicherheit haben und aus welchem Land diese Leistungen bezogen werden.

"Transportunternehmen brauchen europäische Unterstützung, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugutekommt: Das Verbot von Entlassungen aufgrund der COVID-19-Pandemie, Verlängerung von Zeitarbeitsverträgen bis zum Ende der Krise. Außerdem sollten Beschäftigte mit Null-Stunden-Verträgen in alle Maßnahmen miteingeschlossen werden, um während dieser Krise ein angemessenes Lebensniveau zu gewährleisten."

"Die gegenwärtige Notlage sollte kein Vorwand sein, um Gesetze zu blockieren, die darauf abzielen, das Leben von Verkehrsbeschäftigten zu verbessern: Zum Beispiel das Mobilitätspaket. Der hart errungene Kompromiss wird es Tausenden von LKW-Fahrer/innen ermöglichen, ihre Familien öfter zu sehen, und er wird dazu beitragen, den unlauteren Wettbewerb und Sozialdumping einzudämmen."

 

 

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