Pressemitteilung

Saubere Batterien für Europa

Heute hat das Europäische Parlament über die neue EU-Batterieverordnung abgestimmt. Ziel der neuen Verordnung ist die Produktion von Batterien nachhaltiger zu machen und wichtige Rohstoffe besser zu recyclen.

 

Ismail Ertug, Berichterstatter für die Batterieverordnung im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments:

 

„Während die Rohstoffpreise an den internationalen Märkten explodieren, könnte die EU-Batterieverordnung und der Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft Risiken bei der Rohstoffversorgung verringern. In der EU ist die Menge der recyclten Rohstoffen derzeit gering. Nur 12 % des Aluminiums, 22 % des Kobalts, 8 % des Mangans und 16 % des Nickels werden in der EU recycelt. Das Europäische Parlament hat die Recyclingziele für Lithium gegenüber dem Kommissionsvorschlag von 35 Prozent auf 70 Prozent bis 2026 verdoppelt und die für Nickel und Kadmium auf 85 Prozent bis 2025 angehoben. 

 

Ich habe mich im meinem TRAN-Bericht auch für die Ausweitung des Geltungsbereichs auf Batterien für E-Bikes und E-Scooter eingesetzt. Dies ist ein enorm wachsender Markt. Außerdem schaffen wir ab 2024 ein Recht auf die Reparatur und den einfachen Austausch dieser Batterien ein.

Ein Großteil der importierten Batterien wird in asiatischen Ländern mit einem geringen Anteil erneuerbarer Energien produziert. Mit verbindlichen Anforderungen an den CO2-Fußabdruck, Mindestgehalt an recyceltem Material und an Sicherheit und Kennzeichnung von Batterien wollen wir ein Level-Playing-Field für die Batterieindustrie schaffen. Damit nehmen wir auch ausländische Unternehmen in die Pflicht dieselben ökologischen Standards entlang der gesamten Produktionskette anzuwenden.  

Wissend unter welchen prekären Bedingungen die Rohstoffe in Chile oder Demokratischen Republik Kongo gefördert werden, fordern wir einen neuen Beschwerde-Mechanismus, damit Unternehmen für etwaige Umweltschäden haften. Menschenrechte und Umweltschutz müssen entlang der gesamten Lieferkette gewahrt bleiben.“

 

Wenn eine schnelle Einigung mit EU-Kommission und Rat erfolgt, könnte die neue Batterieverordnung am 1. Januar 2023 in Kraft treten.

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