Pressemitteilung

Unredliche Mauscheleien

Ermittlungen bestätigen illegale Absprachen unter Autoherstellern

Die Autokonzerne BMW, Daimler und VW haben nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Dies teilte die EU-Kommission in Brüssel am Freitag auf Basis der vorläufigen Ermittlungsergebnisse mit.

"Es ist traurig zu sehen, dass mehrere Köpfe der deutschen Automobilindustrie nicht aus ihren Fehlern zu lernen scheinen", sagt Ismail Ertug, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament. "Die Hersteller halten offenbar Grenzwerte bewusst nicht ein und zweifeln dann ihre Wissenschaftlichkeit an. Das ist unredlich. Man sollte erwägen, etwaige Strafzahlungen zur Behebung des angerichteten Schadens zu nutzen."

"Mit solchen Mauscheleien gefährden einige Hersteller die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie, während China und die USA stärkere Ressourcen in klimafreundlichere Antriebe investieren" so Ismail Ertug. "Europa darf dabei nicht ins Hintertreffen geraten, andernfalls schadet das der Umwelt und kostet gute Arbeitsplätze."

 

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